Chronik seit 1973

Unsere Geschichte

Gemeinsam für den Karneval in der Alt-Gemeinde Rodenkirchen — von den ersten Gesprächen der Gesellschaften bis heute. Eine Geschichte, die von Menschen getragen wird.

Vor der Gründung

Wie alles begann

Die Geschichte des Festkomitees Karneval der Alt-Gemeinde Rodenkirchen beginnt bereits vor seiner offiziellen Gründung. Anfang der 1970er-Jahre trafen sich die Präsidenten und Vorsitzenden der Karnevalsgesellschaften aus der damaligen Gemeinde Rodenkirchen regelmäßig, um die bevorstehenden Sessionen zu planen und über die Zukunft des örtlichen Karnevals zu beraten.

Zu dieser Zeit hatten Rodenkirchen, Hochkirchen und Meschenich jeweils eigene Ortsprinzen. Später entschlossen sich die Gesellschaften aus Rodenkirchen, Weiß, Sürth und Immendorf, erstmals gemeinsam einen Prinzen zu proklamieren. Einen weiteren wichtigen Impuls gab Bürgermeister Mölders mit dem Vorschlag, künftig einen Prinzen oder ein Dreigestirn für die gesamte Gemeinde aufzustellen und dieses Vorhaben seitens der Gemeinde zu unterstützen.

Die Gespräche zwischen den Gesellschaften wurden daraufhin intensiviert. Aus ihnen entstand die Idee, einen gemeinsamen Dachverband zu gründen. Zu den maßgeblichen Initiatoren gehörten Adolf Elsen und Emil Graf. Ihr Ziel war es, den Fastelovend als lebendiges Brauchtum zu erhalten, die Zusammenarbeit zwischen den Gesellschaften zu fördern und dem Karneval in der Gemeinde eine gemeinsame organisatorische Grundlage zu geben.

Früheres Logo des Festkomitees Karneval Alt-Gemeinde Rodenkirchen
Das frühere Logo des Festkomitees — Narrenkappe über dem Wappen von Rodenkirchen.

27. November 1973

Die Gründung des Festkomitees

Am 27. November 1973 wurde die gemeinsame Idee Wirklichkeit. In der Gaststätte „Jägerhof“ in Köln-Sürth kamen die Vertreter der Karnevalsgesellschaften zur Gründungsversammlung des Festkomitees zusammen.

Gründungsgesellschaften & Vertreter

  • Große Rodenkirchener Karnevalsgesellschaft (Rodenkirchen)Adolf Elsen
  • KG „Löstige Zecher“ (Rodenkirchen)Peter Fehrer
  • KG „Kapelle Jonge“ (Weiß)Manfred Hennig
  • KG Blau-Weiß (Immendorf)Alex Weiß
  • KG „Der Reiter“ (Hochkirchen)Emil Graf
  • KG „Löstige Flägelskappe“ (Sürth)Edi Thelen
  • Interessengemeinschaft Sürther Karnevalszug (Sürth)Ferdi Hardt
  • Damenkomitee „Löstige Kraade“ (Meschenich)Agnes Urfey
  • KG „Löstige Öhs“ (Rondorf)Josef Scheuren

Nachdem sich die Gründungsmitglieder über die Aufgaben des neuen Festkomitees verständigt hatten, verabschiedeten sie die erste Satzung und wählten den Gründungsvorstand: Emil Graf als Präsident, Heinz Wählen als Geschäftsführer und Paul-Heinz Klein als Schatzmeister. Damit war der organisatorische Grundstein gelegt und die gemeinsame Arbeit konnte beginnen.

1974 – 1979

Ein Dreigestirn für die ganze Gemeinde

1974

Das erste gemeinsame Dreigestirn

Bereits in der Session 1974 wurde das erste gemeinsame Dreigestirn proklamiert, das durch die Gemeinde zog und die angeschlossenen Gesellschaften gemeinsam repräsentierte. Die bisherigen Ortsprinzen wurden abgeschafft — eine Ausnahme bildete zunächst Meschenich, das sich dem Festkomitee zu diesem Zeitpunkt nicht angeschlossen hatte.

Satzungsgemäß sollte das Festkomitee künftig dafür Sorge tragen, möglichst in jeder Session ein gemeinsames Dreigestirn zu proklamieren. Nach einem festgelegten Turnus stellte jeweils eine andere Mitgliedsgesellschaft die Tollitäten. Prinzenführer begleiteten sie durch die Session und sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltungsbesuche und der Teilnahme an den Karnevalszügen.

1974–1976

Von wechselnden Präsidenten zu fester Amtszeit

In den ersten Jahren übernahm der Präsident der jeweils das Dreigestirn stellenden Gesellschaft zugleich das Präsidentenamt im Festkomitee. So amtierte im Gründungsjahr zunächst Emil Graf, ihm folgte Adolf Elsen. Der jährliche Wechsel drückte die enge Verbindung der Mitgliedsgesellschaften aus, erschwerte jedoch eine kontinuierliche Vorstandsarbeit.

Die Mitgliedsgesellschaften entschieden deshalb, Präsident, Geschäftsführer und Schatzmeister künftig für drei Jahre zu wählen. Lediglich das damalige Amt des Vizepräsidenten wechselte zunächst weiterhin jährlich.

Emil Graf, Gründungspräsident des Festkomitees
Emil Graf — Gründungspräsident und später Ehrenpräsident († 2012).
Adolf Elsen, Mitbegründer und Präsident des Festkomitees
Adolf Elsen — Mitbegründer, Präsident 1974–1976, Ehrenmitglied († 1991).

1975

Die Eingemeindung und ein neuer Name

Die Eingemeindung Rodenkirchens nach Köln veränderte auch die Rahmenbedingungen für den Karneval. Das Festkomitee erhielt seinen bis heute geführten Namen: Festkomitee Karneval der Alt-Gemeinde Rodenkirchen.

Mit der kommunalen Neuordnung waren jedoch finanzielle Einschnitte verbunden. Der städtische Zuschuss für das Dreigestirn wurde zunächst gekürzt und später vollständig gestrichen. Auch die von der Stadt organisierte und vom Festkomitee durchgeführte Betagtensitzung wurde nicht mehr in der bisherigen Form gefördert. Aufgeben kam dennoch nicht infrage: Mithilfe der Mitgliedsgesellschaften, zahlreicher ehrenamtlicher Helfer sowie Geld- und Sachspenden aus Industrie, Banken und örtlicher Geschäftswelt gelang es, die Veranstaltungen weiterzuführen.

25. Februar 1976

Die erste eigene Betagtensitzung

In der Aula des Städtischen Gymnasiums Rodenkirchen veranstaltete das Festkomitee die erste Betagtensitzung in eigener Verantwortung. Sie richtete sich vor allem an ältere, einsame und sozial schwächere Menschen aus der Alt-Gemeinde — mit karnevalistischem Programm, Getränken und Imbiss, kostenlos.

Dahinter stand eine enorme organisatorische Leistung: Räumlichkeiten beantragen, Künstler verpflichten, Spenden sammeln, Lebensmittel beschaffen, Eintrittskarten über Pfarrgemeinden, Seniorenverbände und soziale Einrichtungen verteilen und über viele Jahre den Transport der Gäste mit örtlichen Busunternehmen organisieren. Besonders Emil Graf prägte die Programmgestaltung: durch sein Verhandlungsgeschick und seine Kontakte gelang immer wieder ein hochwertiges Programm zu vertretbaren Kosten.

11. Mai 1976

Kontinuität im Vorstand

Die Jahreshauptversammlung wählte erneut Emil Graf zum Präsidenten. Heinz Wählen blieb Geschäftsführer, Paul-Heinz Klein Schatzmeister. Ergänzt wurde der Vorstand durch R. Rotermund als zweiten Geschäftsführer und J. Wahn als zweiten Schatzmeister.

1978/1979

Idee zum Stammtisch — und ein Ausweichquartier

1978 entstand auf Anregung von Emil Graf, Paul-Heinz Klein und Heinz Wählen die Idee, die ehemaligen Tollitäten dauerhaft miteinander zu verbinden. 1979 musste die Betagtensitzung einmalig in das Coenaculum in Michaelshoven — den sogenannten „Kleinen Gürzenich“ — ausweichen.

1980 – 1989

Spendenzepter, Maternusplatz und Nachwuchs

18. November 1980

Der Stammtisch der ehemaligen Dreigestirne

Jupp Winterscheid und Karl-Heinz Borgis gründeten den Stammtisch der ehemaligen Dreigestirne. Aus der Initiative entwickelte sich ein großer Freundeskreis ehemaliger Prinzen, Bauern und Jungfrauen, der dem Festkomitee bis heute eng verbunden ist.

Jupp Winterscheid, Mitbegründer des Stammtischs der ehemaligen Dreigestirne
Jupp Winterscheid — Mitbegründer des Stammtischs der ehemaligen Dreigestirne.
Karl-Heinz Borgis, Mitbegründer des Stammtischs der ehemaligen Dreigestirne
Karl-Heinz Borgis († 2013) — Mitbegründer des Stammtischs und langjähriges Vorstandsmitglied.

1981

Ehrenmitgliedschaft für Adolf Elsen

Mitbegründer und früherer Präsident Adolf Elsen wurde für seine Verdienste zum Ehrenmitglied des Festkomitees ernannt.

1982

Das Spendenzepter entsteht

Der verbliebene Zuschuss für das Dreigestirn wurde vollständig gestrichen — ein schwerer finanzieller Einschnitt. Die angeschlossenen Gesellschaften wurden zu eigenen Beiträgen verpflichtet, gleichzeitig bat das Festkomitee die Bevölkerung um Unterstützung. Daraus entstand eine bis heute mit dem Rodenkirchener Dreigestirn verbundene Idee: das Spendenzepter, dessen hohler Schaft bei Veranstaltungen Spendengeld aufnehmen konnte.

Bei der Jahreshauptversammlung am 4. Mai 1982 wurden St. Weber zum zweiten Geschäftsführer und Klaus Schönfeld zum zweiten Schatzmeister gewählt; außerdem verabschiedeten die Mitglieder eine neue Satzung. Am 6. Dezember 1982 wurde das Festkomitee in das Vereinsregister eingetragen. Noch im selben Jahr verließen die „Fidelen Bürger“ aus Godorf nach vierjähriger Mitgliedschaft das Festkomitee.

1983

Zehn Jahre Festkomitee

Das Festkomitee musste Abschied von seinem Gründungsgeschäftsführer Heinz Wählen nehmen. Nach seinem Tod wurde Karl-Heinz Borgis in den Vorstand berufen — er sollte das Festkomitee in den folgenden Jahrzehnten in unterschiedlichen Aufgaben maßgeblich mitprägen.

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens wurde Mitbegründer Ferdi Hardt am 17. September 1983 zum Ehrenmitglied ernannt. Gefeiert wurde mit einem Bunten Abend im Saal Keil. Im selben Jahr fand die Eröffnung des Straßenkarnevals erstmals auf einer Bühne vor dem Rodenkirchener Rathaus statt — was auf einem einfachen Bauernanhänger begonnen hatte, erhielt einen repräsentativeren Rahmen.

1984/1985

Vom Rathaus auf den Maternusplatz

1984 wurde der Empfang der angeschlossenen Karnevalsgesellschaften im Rathaus zum letzten Mal unter Beteiligung des Kölner Dreigestirns durchgeführt. Ein Bierpavillon vor dem Rathaus fand nicht den erhofften Anklang. Da sich auch der Standort nicht dauerhaft bewährte, verlegte das Festkomitee die Eröffnung des Straßenkarnevals 1985 auf den Maternusplatz — der Beginn einer bis heute andauernden Verbindung.

Bei den Vorstandswahlen am 15. April 1985 wurden Emil Graf, Paul-Heinz Klein, Klaus Schönfeld und Karl-Heinz Borgis bestätigt, neu zum zweiten Geschäftsführer gewählt wurde Josef Wirtz. Noch im selben Jahr verstarb Gründungsschatzmeister Paul-Heinz Klein; seine Nachfolge übernahm Klaus Schönfeld, Hans-Willi Fahnenbruck rückte in den geschäftsführenden Vorstand nach.

1986

Ein neues Zepter dank großzügiger Hilfe

Nach vielen Jahren der Nutzung musste ein neues Zepter für das Dreigestirn angeschafft werden — eine erhebliche finanzielle Herausforderung. Durch eine besonders großzügige Spende von Hans-Willi Fahnenbruck konnte es schließlich bestellt und angefertigt werden. Diese Unterstützung steht beispielhaft dafür, wie sehr die Geschichte des Festkomitees von persönlichem Engagement geprägt wurde.

1987

Jugendsitzung und das erste Prinzenfrühstück

Das Festkomitee veranstaltete erstmals eine eigene Jugendsitzung. Da das Interesse geringer ausfiel als erwartet, wurde sie nach drei Jahren wieder eingestellt — aus der Erfahrung entstand die Idee, den Nachwuchs gezielt zu fördern.

Ebenfalls 1987 begann eine bis heute gepflegte Tradition: Der damalige Bezirksvorsteher Dr. Potthast und die Bezirksvertretung luden Dreigestirn, Festkomitee und zahlreiche Karnevalisten erstmals zum Prinzenfrühstück in das Seniorenheim Maternus ein. Von dort zog man gemeinsam mit den Freunden aus der Partnergemeinde Eygelshoven zur Straßenkarnevalseröffnung auf den Maternusplatz. 1988 und 1989 fand das Frühstück vorübergehend im Ruderclub statt, bevor es 1990 zurückkehrte.

1988

Karneval dort, wo er besonders gebraucht wird

Am 12. Februar 1988 besuchte das amtierende Dreigestirn gemeinsam mit dem Vorstand erstmals das St. Antonius-Krankenhaus in Bayenthal — ein Besuch, der zum festen Bestandteil im Terminplan der nachfolgenden Dreigestirne wurde.

Das 15-jährige Bestehen feierte das Festkomitee am 11. Juni 1988 mit seinen Mitgliedsgesellschaften und dem Stammtisch der ehemaligen Dreigestirne in der Aula der Anne-Frank-Grundschule in Hochkirchen. Bei der Vorstandswahl wurden Emil Graf und Karl-Heinz Borgis bestätigt, Hans-Willi Fahnenbruck wurde Schatzmeister, H. Herold zweiter Geschäftsführer und Josef Wirtz zweiter Schatzmeister.

1990 – 1999

Jugendring, Krisenjahr und Neuanfang

1990

Gemeinnützigkeit und Gründung des Jugendrings

Am 4. Oktober 1990 wurde das Festkomitee als gemeinnützige Körperschaft anerkannt. Spenderinnen und Spender konnten künftig steuerlich absetzbare Spendenbescheinigungen erhalten — das erleichterte besonders die Finanzierung der sozialen Veranstaltungen.

Im selben Jahr gründete das Festkomitee den Jugendring. Bereits 1991 fand die erste erfolgreiche Vorstellung junger Karnevalisten statt; Marcus Becker wurde als Jugendleiter in den Vorstand berufen. Daraus entwickelte sich der heutige Jugendvorstelltag, bei dem junge Tänzerinnen und Tänzer, Redner, Sänger und Musikgruppen erste Bühnenerfahrung sammeln.

1991

Golfkrieg und Abschied von Adolf Elsen

Die Session 1991 wurde durch den Golfkrieg überschattet. Das Festkomitee beschloss gemeinsam mit seinen Mitgliedsgesellschaften, die Saalveranstaltungen durchzuführen, auf Auftritte im Freien jedoch zu verzichten. Im selben Jahr schied die KG Blau-Weiß Immendorf aus, um den dörflichen Charakter ihres Karnevals zu bewahren und wieder einen eigenen Prinzen zu stellen.

Am 1. Juli 1991 verstarb Adolf Elsen, Mitinitiator, früherer Präsident und Ehrenmitglied. Bei der Jahreshauptversammlung blieben Emil Graf, Karl-Heinz Borgis und Hans-Willi Fahnenbruck in ihren Ämtern. Hermann-Josef Nied wurde zweiter Geschäftsführer, Karl Reinartz zweiter Schatzmeister.

1992/1993

Eine feste Bühne für den Straßenkarneval

1992 konnte auf dem Maternusplatz erstmals eine stabile Stahlrohrbühne aufgebaut werden, im folgenden Jahr ergänzt um eine Vortribüne. Auf dieser Bühne präsentierte das Festkomitee ein rund zweieinhalbstündiges Programm mit eigenen und eingeladenen Kräften. Aus den bescheidenen Anfängen auf einem Bauernanhänger war endgültig eine professionell organisierte Straßenveranstaltung geworden.

1993

Das Ende einer prägenden Präsidentschaft

Das Dreigestirn der KG „Löstige Flägelskappe“ aus Sürth und das dazugehörige Tanzcorps sorgten mit einem viel beachteten Auftritt im Kölner Gürzenich für einen besonderen Höhepunkt. Nachdem die „Kölschen Afrikaner“ ihre Auflösung bekannt gegeben hatten, wurde deren Präsidentin Lotte Eulen zum Ehrenmitglied ernannt.

Im selben Jahr trat Emil Graf nach rund 20 Jahren prägender Arbeit als Präsident zurück. Im Rahmen eines Bunten Abends zum 20-jährigen Bestehen wurde er feierlich verabschiedet und zum Ehrenpräsidenten ernannt. Zu seinem kommissarischen Nachfolger wurde Manfred Hennig berufen.

1994

Erstmals ein fester Vizepräsident

Bei der Vorstandswahl 1994 wurde Manfred Hennig als Präsident bestätigt. Erstmals wählte das Festkomitee mit Wolfgang Meier einen festen Vizepräsidenten. Karl Reinartz folgte Hans-Willi Fahnenbruck als Schatzmeister, Ernst Schnitzer übernahm das Amt des zweiten Geschäftsführers, Ralf Schliffer wurde zweiter Schatzmeister und Karl-Heinz Borgis führte seine bisherige Arbeit fort. Die Mitgliedsgesellschaften verabschiedeten außerdem eine neue Satzung.

Anfang 1994 wurde der städtische Zuschuss für die Betagtensitzung ohne nähere Begründung eingestellt. Der Vorstand wollte die Veranstaltung dennoch nicht aufgeben: Von nun an wurden jährlich zahlreiche Unternehmen aus der Alt-Gemeinde um Geld- oder Sachspenden gebeten — mit erfreulich großer Resonanz.

1996

Das Krisenjahr

Während die Session 1995 mit einem von der Großen Rodenkirchener Karnevalsgesellschaft gestellten Dreigestirn in gewohnten Bahnen verlief, wurde 1996 zu einem der schwierigsten Jahre. Nach internen Auseinandersetzungen innerhalb des bereits vorgestellten designierten Dreigestirns entschied das Festkomitee, die Session ohne Dreigestirn durchzuführen. Die Entscheidung löste ein großes öffentliches Echo aus — das Festkomitee meisterte die Session jedoch geschlossen.

„Ävver et hätt doch jet jefählt.“
Aus der Chronik des Festkomitees, 1996

Infolge der Vorgänge endete die Mitgliedschaft der „Kölschen Musikanten“ aus Sürth. Auch die Straßenkarnevalseröffnung wurde neu organisiert: Die transportable Stahlrohrbühne hatte ausgedient, Josef Jüngel und sein „Allround Service“ übernahmen künftig Bühnenaufbau, Beschallung und Toilettenwagen. Zum Jahresende löste sich die KG „Löstige Zecher“ auf, wandelte sich in einen Stammtisch um und schied aus.

1997

Der große personelle Neuanfang

Stephan Kretschmar übernahm von Marcus Becker die Moderation des Jugendvorstelltages. Da die „Löstigen Zecher“ nicht mehr Mitglied waren, übernahm die Große Rodenkirchener Karnevalsgesellschaft den Ausschank bei der Straßenkarnevalseröffnung. Im selben Jahr verstarb Mitbegründer und Ehrenmitglied Ferdi Hardt.

Überraschend trat Manfred Hennig von seinem Amt als Präsident zurück; bis zur Neuwahl führte Vizepräsident Wolfgang Meier das Festkomitee kommissarisch. Bei der Jahreshauptversammlung im Mai 1997 erhielt der Vorstand ein vollkommen neues Gesicht:

  • Präsident: Bernhard Huckelmann
  • Vizepräsident: Stefan Kretschmar
  • Geschäftsführer: Ernst Schnitzer
  • Zweite Geschäftsführerin: Karin Fröhlich
  • Schatzmeister: Joachim Schönenberg
  • Zweiter Schatzmeister: Karl-Heinz Buchholz
  • Beisitzer und Organisator der Betagtensitzung: Karl-Heinz Borgis
  • Beisitzer für die künstlerische Gestaltung: Günter Wehner

Mit Karin Fröhlich gehörte erstmals eine Frau dem geschäftsführenden Vorstand an. Ehrenpräsident Emil Graf blieb dem Vorstand mit beratender Stimme verbunden. 1998 übernahm Karin Fröhlich zudem die zuvor von Karl-Heinz Borgis betreuten Aufgaben rund um die Betagtensitzung.

Bernhard Huckelmann, ab 1997 Präsident des Festkomitees
Bernhard Huckelmann — 1997 zum Präsidenten gewählt.
Stephan Kretschmar, ab 1997 Vizepräsident des Festkomitees
Stephan Kretschmar — 1997 zum Vizepräsidenten gewählt.
Günter Wehner, Beisitzer für die künstlerische Gestaltung
Günter Wehner — Beisitzer für die künstlerische Gestaltung.

1998/1999

25 Jahre Festkomitee

1998 feierte das Festkomitee sein 25-jähriges Bestehen. Der neu aufgestellte Vorstand unter Präsident Bernhard Huckelmann führte die bewährten Traditionen fort und setzte zugleich neue Akzente. 1999 verlief die Vereinsarbeit in ruhigen und geordneten Bahnen.

Jubiläumsgrafik „25 Jahre Festkomitee Karneval Alt-Gemeinde Rodenkirchen“
Die Jubiläumsgrafik zum 25-jährigen Bestehen 1998 — mit dem alten Ortskern von Rodenkirchen.

2000 – 2009

Neue Standarte, neue Gesellschaften

2000

Weihe der neuen Standarte

Am 6. Februar 2000 wurde während einer Kölschen Messe in Köln-Weiß die neue Standarte des Festkomitees geweiht. Sie war vom Stammtisch der ehemaligen Dreigestirne gestiftet worden.

Bei der Vorstandswahl am 4. Mai 2000 wurde Käthe Rogowski zweite Geschäftsführerin und Max Broicher zweiter Schatzmeister. Karin Fröhlich übernahm als Beisitzerin die Organisation der Betagtensitzung, nachdem Karl-Heinz Borgis dafür nicht mehr zur Verfügung stand. Hans Stahl folgte Günter Wehner als Verantwortlicher für die Programmgestaltung. Auf Antrag von Emil Graf wurden Karl-Heinz Borgis und der ehemalige Präsident Manfred Hennig zu Ehrenmitgliedern ernannt.

2001–2003

Neue Räume für die Seniorensitzung

2001 musste die Aula des Rodenkirchener Gymnasiums wegen einer umfangreichen Asbestsanierung geschlossen werden. Damit begann für die Betagtensitzung eine längere Zeit wechselnder Veranstaltungsorte. Für 2002 stellte die KG „Löstige Flägelskappe“ Sürth ihr Festzelt zur Verfügung, unterstützt von der Firma Barrawasser — 600 Eintrittskarten konnten ausgegeben werden.

2003 fand die Sitzung erstmals in der Mensa des Berufsförderungswerkes der Diakonie Michaelshoven statt; dort mussten die Kartenkontingente schweren Herzens reduziert werden. Die wiederholte Suche nach geeigneten Orten zeigt, mit welchem Einsatz der Vorstand an dieser sozialen Tradition festhielt.

2002/2003

Zehn Gesellschaften unter einem Dach

2002 wurde der Stammtisch der ehemaligen Dreigestirne als Mitglied aufgenommen, 2003 folgten die Knobelbröder e. V. und die Wießer Funken e. V. Damit gehörten zehn Gesellschaften dem Festkomitee an. Nach der Session 2002 reisten einige Vorstandsmitglieder gemeinsam mit dem Dreigestirn nach Calpe in Spanien.

Bei der Jahreshauptversammlung 2003 wurde Käthe Rogowski zur ersten Geschäftsführerin gewählt. Ernst Schnitzer übernahm aus beruflichen Gründen nur noch das Amt des zweiten Geschäftsführers; ab 2004 wurde diese Aufgabe von Uwe Schuermann wahrgenommen.

Vorstand des Festkomitees bei der Jahreshauptversammlung 2003
Der Vorstand bei der Jahreshauptversammlung 2003.

2005/2006

Eine Session ohne Dreigestirn

Für die Session 2005 gelang es trotz zahlreicher Bemühungen nicht, ein Dreigestirn zu gewinnen — nach 1996 erneut eine Session ohne eigene Tollitäten. Am 30. Oktober 2005 feierte der Stammtisch der ehemaligen Dreigestirne sein 25-jähriges Bestehen. Die Vitrine mit Orden und Fotos des Dreigestirns und der Präsidenten, zunächst im Rodenkirchener Rathaus, wurde ab 2006 abwechselnd in der Kölner Bank und der Sparkasse KölnBonn gezeigt.

2007/2008

Übergänge in Geschäftsführung und Kasse

Zu Beginn des Jahres 2007 führte Joachim Schönenberg vorübergehend die Kasse, anschließend übernahm Max Broicher diese Aufgabe. Im November 2007 wurde Horst Olligschläger zum Schatzmeister berufen, Ingrid Birkenhauer übernahm das Amt der zweiten Schatzmeisterin. Am 21. Februar 2008 wechselte Hermann-Josef Dreier aus dem Stammtisch der ehemaligen Dreigestirne in den Vorstand und übernahm von Karin Fröhlich die Position des ersten Geschäftsführers.

28. Mai 2009

Martin van Duiven wird Präsident

Nach zwölf Jahren an der Spitze stellte sich Bernhard Huckelmann nicht erneut zur Wahl. Zum neuen Präsidenten wurde Martin van Duiven gewählt. Der Vorstand setzte sich anschließend zusammen aus:

  • Präsident: Martin van Duiven
  • Vizepräsident: Joachim Schönenberg
  • Erster Geschäftsführer: Hermann-Josef Dreier
  • Zweiter Geschäftsführer: Jürgen Kotoun
  • Erster Schatzmeister: Horst Olligschläger
  • Zweite Schatzmeisterin: Ingrid Birkenhauer
  • Beisitzer und Literat: Hans Stahl
  • Beisitzerin für die Seniorensitzung: Karin Fröhlich

In Anerkennung ihrer langjährigen Verdienste wurde Karin Fröhlich zum Ehrenmitglied ernannt, Bernhard Huckelmann zum Ehrenpräsidenten berufen. Später wurde Georg Wohlgram als Beisitzer für die Seniorensitzung in den Vorstand gewählt.

Martin van Duiven, Präsident des Festkomitees von 2009 bis 2014
Martin van Duiven — 2009 zum Präsidenten gewählt.
Zeitungsausschnitt „Neue Vorstandsmitglieder“ zur Wahl am 28. Mai 2009 mit Horst Olligschläger, Ingrid Birkenhauer und Hermann-Josef Dreier
Presseausschnitt zur Jahreshauptversammlung am 28. Mai 2009: „Neue Vorstandsmitglieder“ — Horst Olligschläger, Ingrid Birkenhauer und Hermann-Josef Dreier.

2010 – 2020

Abschiede, Jubiläum und ein neues Zepter

2011–2013

Abschied von prägenden Persönlichkeiten

Für die Session 2011 konnte kein Dreigestirn gewonnen werden. Am 13. Mai 2011 verstarb der ehemalige Präsident und das Ehrenmitglied Manfred Hennig. Am 15. März 2012 folgte der Tod von Emil Graf — mit dem Mitbegründer, langjährigen Präsidenten und Ehrenpräsidenten verlor das Festkomitee eine seiner prägendsten Persönlichkeiten. Am 23. Februar 2013 verstarb Karl-Heinz Borgis, der seit den frühen Jahren in verschiedenen Funktionen Verantwortung getragen hatte.

13. Oktober 2013

40 Jahre Festkomitee

Das 40-jährige Bestehen wurde mit einem Festkommers im Pfarrsaal von St. Remigius in Köln-Sürth gefeiert. Im Rahmen der Feier wurde auch das von der Großen Rodenkirchener Karnevalsgesellschaft gestellte Dreigestirn für die Session 2014 Vertretern aus Politik, Banken, Presse und öffentlichem Leben vorgestellt.

2014

Der Präsidentenwechsel

Am 18. März 2014 legte Präsident Martin van Duiven sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder, auch der zweite Geschäftsführer Jürgen Kotoun trat zurück. Am 22. Mai 2014 übernahm Vizepräsident Joachim Schönenberg das Präsidentenamt kommissarisch; Hans-Dieter Wirtz und Christian Wergen wurden kommissarisch als Beisitzer berufen. Bei der Jahreshauptversammlung am 30. Oktober 2014 wurde der Vorstand neu gewählt:

  • Präsident: Georg Wohlgram
  • Vizepräsident: Joachim Schönenberg
  • Geschäftsführer: Hermann-Josef Dreier
  • Zweiter Geschäftsführer: Hans-Dieter Wirtz
  • Schatzmeister: Horst Olligschläger
  • Zweite Schatzmeisterin: Ingrid Birkenhauer
  • Beisitzer und Literat: Hans Stahl
  • Beisitzer für die Seniorensitzung: Christian Wergen

Im Anschluss wurden Willy Frommer, Adolf Erkenrath und Hans Willi Buchmüller für ihre langjährige Tätigkeit in der Brauchtumspflege zu Ehrenmitgliedern ernannt. Jürgen Kotoun erhielt eine Urkunde als Anerkennung für seine langjährige Arbeit. Auch Angelika Obermauer von den „Kapelle Mädche“ wurde für 30 Jahre Unterstützung bei den Seniorensitzungen mit dem kleinen Orden des Festkomitees ausgezeichnet.

Georg Wohlgram, Präsident des Festkomitees von 2014 bis 2020
Georg Wohlgram — Präsident des Festkomitees von 2014 bis 2020.
Joachim Schönenberg, Vizepräsident des Festkomitees
Joachim Schönenberg — Vizepräsident und 2014 kommissarischer Präsident.

2015

Vorstandswahl und die Ehrung von Hans Stahl

Am 18. Februar 2015 trat Hans Stahl aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt als Literat zurück. Bei der Jahreshauptversammlung am 28. Mai 2015 wurde der Vorstand erneut gewählt:

  • Präsident: Georg Wohlgram
  • Vizepräsident: Joachim Schönenberg
  • Geschäftsführer: Hermann-Josef Dreier
  • Zweiter Geschäftsführer: Hans-Dieter Wirtz
  • Schatzmeister: Jürgen Leis
  • Zweiter Schatzmeister: Herbert Kuhl
  • Beisitzerin für die Seniorensitzung: Cornelia Last

Für seine langjährige Tätigkeit als Literat und sein Engagement für die Brauchtumspflege wurde Hans Stahl zum Ehrenmitglied ernannt.

Hans Stahl, Literat und Ehrenmitglied des Festkomitees
Hans Stahl — Literat des Festkomitees, 2015 zum Ehrenmitglied ernannt.

2016–2018

Wechselnde Orte, wechselnde Gesellschaften

Für die Session 2016 konnte kein Dreigestirn gestellt werden. Die Seniorensitzung musste aus baulichen Gründen erneut den Ort wechseln: Unter der Leitung von Cornelia Last und mit Unterstützung der übrigen Mitglieder zog sie zurück in die Aula des Rodenkirchener Gymnasiums.

Im Oktober wurde das neue, von der KG „Löstige Flägelskappe“ Sürth gestellte Dreigestirn traditionell in der Gaststätte Maassen vorgestellt. 2017 hatte die Sürther Gesellschaft dort erneut ein Heimspiel; die Hofburgeinweihung fand allerdings in der Gaststätte „Quetsch“ in Rodenkirchen statt, da die drei Aspiranten zugleich Mitglieder der Roten Funken waren. 2018 wurde die Dreigestirnsvorstellung in veränderter Form durchgeführt. Im selben Zeitraum löste sich die Damengesellschaft „Löstige Kraade“ aus Meschenich auf.

2019/2020

Ein neues Zepter für eine neue Generation

Nach der Session 2019 musste für das kommende Dreigestirn ein neues Zepter angefertigt werden. Der Vorstand entschied sich für eine Zusammenarbeit mit dem Goldschmiede-Atelier Heidi Philipp. In mehreren Gesprächen zwischen Hermann-Josef Dreier, Hans-Dieter Wirtz, Bernhard Huckelmann und Heidi Philipp entstand ein Entwurf, der die Tradition des bisherigen Zepters mit einer neuen Gestaltung verband.

Krankheitsbedingt verzögerte sich die Herstellung, sodass das Zepter seine Premiere erst bei der Prinzenproklamation 2020 in der Turnhalle der Anne-Frank-Schule in Hochkirchen erlebte. Das bisherige Zepter erhielt einen würdigen Platz in der Vitrine bei der Volksbank Köln Bonn in Rodenkirchen.

Goldschmiedin Heidi Philipp präsentiert das neue Zepter des Festkomitees
Goldschmiedin Heidi Philipp mit dem neuen Zepter, das 2020 seine Premiere erlebte.

2020

Ein besonderes Prinzenfrühstück

Auf Einladung des damaligen Bezirksbürgermeisters Mike Homann nahmen rund 180 Personen am Prinzenfrühstück im Seniorenheim Maternus teil. Da er nicht erneut kandidieren wollte, verband er das Frühstück mit seinem Abschied. Wie in den Vorjahren sammelte das Festkomitee einen Beitrag für einen guten Zweck und erhöhte die Summe auf 500 Euro. Bei herrlichem Wetter zog die Gesellschaft anschließend zum Maternusplatz zur Eröffnung des Straßenkarnevals — das Programm hatten Ehrenpräsident Bernhard Huckelmann und Stefan Widdig zusammengestellt.

Menschen & Ämter

Eine Geschichte, die von Menschen getragen wird

Was 1973 mit der Idee engagierter Karnevalisten begann, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einer festen Säule des Brauchtums in der Alt-Gemeinde Rodenkirchen. Zahlreiche Präsidenten, Vorstandsmitglieder, Mitgliedsgesellschaften, Dreigestirne, Prinzenführer, Helfer, Sponsoren und Unterstützer haben diese Geschichte geprägt — viele von ihnen über Jahre oder Jahrzehnte ehrenamtlich, häufig im Hintergrund und mit erheblichem persönlichem Einsatz.

Aus einem Provisorium auf einem Bauernanhänger entstand die große Straßenkarnevalseröffnung auf dem Maternusplatz. Aus einer zunächst städtisch unterstützten Veranstaltung entwickelte sich eine in Eigenregie organisierte Seniorensitzung. Aus einer kurzlebigen Jugendsitzung entstand der erfolgreiche Jugendvorstelltag. Und aus finanziellen Schwierigkeiten entwickelte sich mit dem Spendenzepter eine besondere Tradition.

Präsidenten des Festkomitees

Amtszeiten der Präsidenten des Festkomitees seit 1973
AmtszeitPräsident
1973–1974Emil Graf
1974–1976Adolf Elsen
1976–1993Emil Graf
1993–1997Manfred Hennig
1997–2009Bernhard Huckelmann
2009–2014Martin van Duiven
2014–2020Georg Wohlgram
2020–2021Claus Wergen
2021–2023Stefano Straberg
2023–2026Uwe Nowak
seit 2026André Döhring

Kommissarische Amtsführungen: 1997 führte Vizepräsident Wolfgang Meier das Festkomitee nach dem Rücktritt von Manfred Hennig bis zur Neuwahl; 2014 übernahm Vizepräsident Joachim Schönenberg nach dem Rücktritt von Martin van Duiven.

Ehrenpräsidenten

  • Emil Graf († 2012)
  • Bernhard Huckelmann

Ehrenmitglieder

Historisch dokumentierte Ernennungen zu Ehrenmitgliedern
ErnennungEhrenmitglied
1981Adolf Elsen († 1991)
1983Ferdi Hardt († 1997)
1993Lotte Eulen (†)
2000Karl-Heinz Borgis († 2013)
2000Manfred Hennig († 2011)
2009Karin Fröhlich
2014Willy Frommer († 2026)
2014Adolf Erkenrath († 2023)
2014Hans Willi Buchmüller
2015Hans Stahl
Horst Olligschläger
Hermann-Josef Dreier
Hans-Dieter Wirtz
Joachim Schönenberg

Fortsetzung folgt

Von 2020 bis heute

Die vorliegende Chronik endet mit dem Jahr 2020. Die Fortsetzung unserer Geschichte befindet sich derzeit in Vorbereitung — sie wird die weiteren Entwicklungen des Festkomitees, die Präsidentenwechsel, besondere Veranstaltungen sowie Ehrungen dokumentieren. Die Geschichte des Festkomitees ist nicht abgeschlossen: Sie wird mit jeder Session weitergeschrieben.